Puppenspiel, Figurentheater, wie auch immer man es nennen mag, wurde für mich bereits sehr früh zur Leidenschaft. Mit 13 Jahren begeisterte mich das jetzt international renommierte Straßentheater "The Bread and Puppettheater" aus den USA, das damals in Paris mit ihren politisch orientierten Straßenspektakeln auftrat. Bis zu 3 Meter große Figuren, riesige anmutige Vögel auf Stelzen, hinterließen einen bleibenden Eindruck von der überwältigenden Macht der Puppen.

Nach Lehr- und Studienjahren in Paris, Berlin und Awaji (Japan), der Mitarbeit an verschiedenen Bühnen und der Beschäftigung mit ganz unterschiedlichen Spieltechniken gründete ich 1988 das Kindertheater "Puppentheater Faran-Doll". Es folgten Jahre spannender und teils experimenteller Puppentheaterarbeit in diesem Bereich.

1997 erweiterte ich meine künstlerische Arbeit auf das Jugend- und Erwachsenenpublikum und fing vom Neuen an.

Das neue Theater wurde von mir "Théâtre Anima" getauft –
Théâtre als Zeichen meiner französischen Herkunft ohne Festlegung auf das bestimmte Genre des Puppentheaters und Anima für die weibliche Seele nach C.G. Jung sowie Anima-tion / Animismus:
der Glaube an die Beseeltheit der Dinge.

Drei Interessengebiete und Schwerpunkte prägen meine jetzige Theaterarbeit: das Jugendfigurentheater in Deutsch und Französisch, die Übersetzung französischer Literatur, die Technik Bunraku als Grundlage neuartiger Theaterformen für Erwachsene.

Der Spielplan umfasst deutsch-französisches Jugendtheater mit Stücken für den Französisch-Unterricht und Kindertheater.


Ihre Muriel Camus


Muriel Camus
Künstlerischer Werdegang

1971 – Lehr- und Studienjahre in Paris, Berlin und Awaji / Japan
1988 – "Puppentheater Faran-Doll"
1997 – "Théatre Anima"
1998 – Regiearbeit / Choreographie bei "Die Liebe einer Schlange" (Bunraku-Technik) Puppentheater auf der Zitadelle / Schaubude Berlin
seit 1991– redaktionelle Mitarbeit bei der Fachzeitschrift Puppenspiel Information (heute PuppenMenschenObjekte)

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